Vibe Coding: Der Leitfaden, um aus einer Idee mit KI Apps zu erstellen
Mit Vibe Coding lassen sich Anwendungen entwerfen und verbessern, indem du in natürlicher Sprache beschreibst, was du erreichen möchtest. Dieser Leitfaden erklärt, wie Vibe Coding funktioniert, wie es sich von der traditionellen Entwicklung unterscheidet und welche Best Practices dir helfen, vollständige und zuverlässige Apps zu erstellen.

Was ist Vibe Coding?
Vibe Coding ist eine neue Art der Softwareentwicklung, bei der natürliche Sprache als wichtigste Entwicklungsschnittstelle dient.
Statt mit Code beginnst du mit einer Idee.
Du beschreibst, was du entwickeln möchtest, erklärst das gewünschte Verhalten und die KI generiert die Anwendung. Anschließend testest du sie, gibst weiteres Feedback und entwickelst sie im Dialog Schritt für Schritt weiter. Du kannst zum Beispiel mit einer sehr einfachen Anfrage beginnen:
„Erstelle eine Buchungsplattform für ein Yogastudio mit Kalender, Kundenkonten und Administrationsbereich.“
Ein KI-App-Builder wie Coderblock kann diese Idee in eine vollständige Webanwendung umsetzen und dafür Benutzeroberfläche, Logik, Datenbank und alle erforderlichen Funktionen generieren. Dabei geht es nicht nur darum, Code schneller zu generieren. Vibe Coding verändert die Art, wie du mit dem Entwicklungsprozess interagierst: Statt der Maschine zu erklären, wie sie jedes Detail implementieren soll, beschreibst du, was du erreichen möchtest, und überlässt einen großen Teil der technischen Arbeit der KI.
Das bedeutet jedoch nicht, Software nach dem Zufallsprinzip zu erstellen. Ein guter Vibe-Coding-Prozess besteht aus Anfragen, Tests, Feedback und Iterationen. Der Mensch definiert das Produkt und überprüft die Ergebnisse fortlaufend; die KI übernimmt die Implementierung.
Wie funktioniert Vibe Coding?

1. Beschreibe das Produkt
Deine erste Anfrage sollte vor allem erklären, was das Produkt leisten soll, und nicht, wie es programmiert werden muss. Zum Beispiel:
„Erstelle eine Verwaltungssoftware für Personal Trainer. Kunden sollen ihre Trainingspläne ansehen, Trainingseinheiten protokollieren und Notizen senden können. Der Trainer benötigt ein Dashboard mit Fortschritten und Terminen.“
Das reicht bereits aus, um eine erste Struktur festzulegen. Details zu Design, Rollen, Daten, Integrationen und bestimmten Verhaltensweisen kannst du später ergänzen.
Alternativ kannst du mit einem fertigen Template beginnen. Coderblock bietet verschiedene Produkt-Templates für Anwendungen wie Onlineshops, Buchungsplattformen, Dashboards, Wellness-Apps und Spiele. Hinzu kommen Templates für Funktionen wie Authentifizierung, Zahlungen, Warenkörbe, Chats und Administrationsbereiche.
Das Template ist nicht das fertige Produkt, sondern ein Ausgangspunkt, den du im Dialog verändern kannst.
2. Die KI erstellt die erste Version
Sobald die Idee definiert ist, übersetzt der KI-Agent deine Anfrage in eine Anwendung. Dabei können mehrere Ebenen gleichzeitig berücksichtigt werden:
- Benutzeroberfläche und Frontend-Komponenten;
- Anwendungslogik;
- Datenbankstruktur;
- Authentifizierung;
- Berechtigungen;
- Integrationen;
- für die Veröffentlichung erforderliche Konfigurationen.
In Coderblock verwenden standardmäßige Web-Apps React, Vite, TypeScript und Tailwind CSS für das Frontend sowie ein eigenes Supabase-Projekt für das Backend – mit Postgres, Auth, Storage, Row Level Security und bei Bedarf Edge Functions in Deno.
Das Ergebnis steht als Live-Vorschau unter einer Adresse wie <app>.coderblock.dev bereit. So kannst du sofort sehen, was die KI erstellt hat.
3. Teste, beobachte und ändere
Die erste Version muss nicht perfekt sein. Genau darum geht es beim Vibe Coding: entwickeln, beobachten und iterieren. Du kannst den Dialog anschließend mit immer konkreteren Anfragen fortsetzen:
„Fixiere die Navigationsleiste beim Scrollen.“ „Füge im Administrationsbereich eine Tabelle mit allen Buchungen hinzu.“ „Ersetze das Menü auf Mobilgeräten durch ein Hamburger-Menü.“ „Verhindere, dass Nutzer die Buchungen anderer Kunden sehen können.“
Jede Anfrage führt zu einer neuen Iteration des Produkts.
Der grundlegende Zyklus lautet: Prompt → Generierung → Vorschau → Feedback → Neue Iteration
Das ist der Kern des Vibe Codings.
4. Bringe die App von der Vorschau in die Produktion
Sobald das Produkt fertig ist, kannst du von der Entwicklungsphase zur Veröffentlichung übergehen.
In Coderblock erstellt der Befehl Publish die Produktionsversion unter <app>.coderblock.app, inklusive SSL.
Du kannst außerdem eine eigene Domain verbinden oder direkt über die Plattform eine Domain kaufen.
So lässt sich der gesamte Prozess in derselben Umgebung abschließen: Idee → App → Test → Iteration → Veröffentlichung
Vibe Coding, No-Code und traditionelle Entwicklung
Vibe Coding ist nicht einfach ein neuer Name für No-Code. Alle drei Ansätze verfolgen dasselbe Ziel – Software zu erstellen –, verwenden dafür jedoch unterschiedliche Abstraktionsebenen.
Traditionelle Entwicklung
Bei der traditionellen Entwicklung bestimmt der Entwickler die Architektur, wählt Bibliotheken und Technologien aus, schreibt den Code, konfiguriert Dienste und behebt Fehler direkt. Dieser Ansatz bietet die größte technische Kontrolle, setzt aber auch entsprechende Fachkenntnisse voraus.
No-Code
Bei No-Code erstellt der Nutzer eine Anwendung mithilfe visueller Komponenten, Konfigurationen und Workflows, die von der Plattform bereitgestellt werden. Es muss kein Code geschrieben werden. Dafür ist es notwendig zu verstehen, wie das visuelle System funktioniert, und innerhalb seiner Möglichkeiten zu arbeiten.
Vibe Coding
Beim Vibe Coding wird dagegen natürliche Sprache zum wichtigsten Interaktionswerkzeug. Du kannst zum Beispiel beschreiben:
„Nutzer sollen einen Termin buchen und eine Bestätigung erhalten können.“
Der Agent übernimmt die Übersetzung dieser Anforderung in eine konkrete Implementierung.
Der grundlegende Unterschied sieht somit folgendermaßen aus:
| | Traditionelle Entwicklung | No-Code | Vibe Coding | | --- | --------------------- | ------- | ----------- | | Hauptschnittstelle | Code | Visueller Editor | Natürliche Sprache | | Wer übernimmt die Implementierung? | Entwickler | Nutzer | KI | | Flexibilität | Sehr hoch | Hängt von der Plattform ab | Hängt vom Agenten und vom Tech-Stack ab | | Erforderliche Kenntnisse | Technisches Fachwissen | Plattformkenntnisse | Anforderungen definieren und Ergebnisse überprüfen können | | Iteration | Code ändern | Konfiguration ändern | Dialog + Feedback | | Ideal für | Komplexe, stark individualisierte Software | Standardisierte Workflows und Produkte | Prototypen, MVPs, Produkte und schnelle Experimente |
Keiner dieser Ansätze ist grundsätzlich besser als die anderen. Die richtige Wahl hängt vom Produkt, vom erforderlichen Maß an Kontrolle und davon ab, wie das Team arbeiten möchte.
Was kann ein KI-App-Builder wirklich erstellen?
Beim Thema Vibe Coding besteht die Gefahr, die Generierung von Benutzeroberflächen mit der Entwicklung vollständiger Anwendungen zu verwechseln.
Ein optisch überzeugendes Dashboard zu generieren, ist vergleichsweise einfach.
Eine Anwendung zu erstellen, die:
- Nutzer registriert;
- Daten speichert;
- Rollen und Berechtigungen verwaltet;
- Zahlungen verarbeitet;
- mit externen Diensten kommuniziert;
- vertrauliche Informationen schützt;
- Fehler behandelt;
- zuverlässig in der Produktion läuft;
ist eine wesentlich umfassendere Aufgabe.
Wenn du einen KI-App-Builder bewertest, solltest du deshalb nicht nur auf den ersten Bildschirm achten. Frage dich, was hinter diesem Bildschirm steckt.
Backend und Datenbank
In Coderblock verfügt jede standardmäßige Web-App über ein eigenes Supabase-Projekt mit Postgres, Auth, Storage, Row Level Security und Edge Functions. Du kannst also Anforderungen wie diese beschreiben:
„Jeder Kunde darf nur seine eigenen Buchungen sehen. Administratoren müssen alle Buchungen sehen und bearbeiten können.“
Der Agent kann diese Anforderung in eine Datenstruktur und Zugriffsregeln übersetzen, die dem gewünschten Verhalten entsprechen. Im Bereich Backend kannst du außerdem Tabellen, Nutzer, Storage und Funktionen überprüfen.
Authentifizierung und Rollen
Authentifizierung bedeutet nicht nur, einen Anmeldebildschirm zu erstellen. Eine echte Anwendung muss Identitäten, Sitzungen, geschützte Routen und Berechtigungen verwalten. In Coderblock kannst du beispielsweise anfordern:
„Füge Registrierung, Anmeldung und einen persönlichen Bereich für jeden Kunden hinzu.“
Der Agent konfiguriert Supabase Auth, die erforderlichen Bildschirme, die Sitzungsverwaltung und die Richtlinien für Row Level Security. Außerdem stehen grundlegende Strukturen für Profile und Rollen zur Verfügung.
Ziel ist es, dass Nutzer das gewünschte Verhalten beschreiben können, ohne jeden einzelnen Authentifizierungsmechanismus manuell implementieren zu müssen.
Und wie funktionieren Zahlungen?
Zahlungen sind ein weiteres gutes Beispiel für den Unterschied zwischen einem Mock-up und einer echten Anwendung. Eine Schaltfläche wie diese zu erstellen:
Für 9,99 €/Monat abonnieren
bedeutet noch nicht, dass ein funktionierendes Zahlungssystem vorhanden ist. Hinter dieser Schaltfläche werden ein Zahlungsanbieter, Produkte und Preise, ein Checkout, sicher gespeicherte Zugangsdaten und die Verarbeitung von Zahlungsereignissen benötigt.
Mit Coderblock kannst du die gewünschte Funktion direkt beschreiben:
„Ermögliche Kunden, 9,99 € pro Monat zu bezahlen.“
Der Agent kann die Integration mit Stripe konfigurieren, Produkte und Preise erstellen und den Checkout einrichten.
Außerdem gibt es einen BYOK-Modus (Bring Your Own Key), mit dem du ein vorhandenes Stripe-Konto verbinden kannst. Die Zugangsdaten werden über ein sicheres Eingabefeld abgefragt und serverseitig gespeichert, ohne sie in den Frontend-Code oder den Dialog einzufügen.
In beiden Fällen kannst du zunächst im Testmodus beginnen, bevor du zur Produktion wechselst.
So schreibst du bessere Prompts für Vibe Coding
Es gibt keinen „magischen Prompt“, der beim ersten Versuch eine perfekte App garantiert. Am besten arbeitest du mit einem KI-App-Builder, indem du nach und nach Kontext, Ziele und Einschränkungen angibst.
Beschreibe das Ergebnis
Statt:
„Erstelle ein Dashboard.“
versuche es mit:
„Erstelle ein Dashboard für Administratoren, das Buchungen, Nutzer und den monatlichen Umsatz anzeigt. Buchungen müssen nach Datum und Status gefiltert werden können.“
Die zweite Anfrage beschreibt ein überprüfbares Verhalten.
Definiere, wer die App verwendet
Nenne die verschiedenen Rollen und beschreibe, was jede von ihnen tun darf. Zum Beispiel:
„Kunden können ihre eigenen Buchungen erstellen und stornieren. Administratoren können alle Buchungen ansehen und bearbeiten.“
Das hilft der KI, auch die Berechtigungen und die Benutzeroberfläche korrekt zu gestalten.
Gehe schrittweise vor
Es ist nicht immer sinnvoll, alles in einem einzigen Prompt anzufordern. Eine komplexe App lässt sich in mehreren Phasen entwickeln:
- Grundstruktur;
- Datenbank;
- Authentifizierung;
- Hauptfunktion;
- Zahlungen;
- Administration;
- Feinschliff der Benutzeroberfläche.
Teste das Ergebnis nach jeder Phase. So lässt sich leichter erkennen, was funktioniert und wo Änderungen erforderlich sind.
Beschreibe auch Fehlerfälle
Erkläre nicht nur, was passieren soll, wenn alles wie vorgesehen funktioniert. Lege auch fest, was geschehen muss, wenn:
- eine Zahlung fehlschlägt;
- eine Ressource nicht verfügbar ist;
- ein Nutzer nicht über die erforderlichen Berechtigungen verfügt;
- ein Feld leer ist;
- eine Anfrage an einen externen Dienst fehlschlägt.
Eine echte Anwendung muss auch mit solchen Szenarien umgehen können.
Füge niemals geheime Zugangsdaten in Prompts ein
API-Schlüssel, Passwörter und Zahlungsdaten sollten nicht direkt in den Dialog oder in den Frontend-Code eingefügt werden. Nutze stattdessen sichere Systeme zur Verwaltung von Umgebungsvariablen und Secrets. In Coderblock werden die für Integrationen benötigten Zugangsdaten über spezielle Abfragen erfasst und serverseitig gespeichert.
Sind für Vibe Coding trotzdem Kenntnisse erforderlich?
Ja, aber die Art der erforderlichen Kenntnisse verändert sich. Du musst nicht unbedingt React, SQL, APIs oder Serverkonfiguration beherrschen, um mit Vibe Coding eine App zu erstellen. Du solltest jedoch wissen:
- welches Problem du lösen möchtest;
- wer das Produkt verwenden wird;
- welche Funktionen wirklich erforderlich sind;
- welche Daten gespeichert werden müssen;
- welche Nutzer worauf zugreifen dürfen;
- wie du überprüfst, ob das Ergebnis korrekt ist.
Anders ausgedrückt: KI kann den Umfang des technischen Wissens reduzieren, das für die Implementierung eines Produkts erforderlich ist. Sie beseitigt jedoch nicht die Notwendigkeit, das Produkt zu verstehen, das du entwickelst. Je komplexer das Projekt wird, desto wichtiger ist es außerdem, die von der KI erzeugten Ergebnisse beurteilen zu können.
Von der ersten Idee zur funktionierenden App
Der Wert von Vibe Coding liegt nicht darin, mit einem einzigen Prompt Code zu generieren. Er liegt darin, den gesamten Entwicklungszyklus zu beschleunigen:
1. Idee Beschreibe, was du entwickeln möchtest. 2. Generierung Die KI erstellt eine erste Version der App. 3. Vorschau Du testest das Produkt in Echtzeit. 4. Iteration Du beschreibst, was geändert werden soll. 5. Validierung Du überprüfst Funktionen, Daten, Sicherheit und Verhalten. 6. Veröffentlichung Du stellst die App online, sobald sie fertig ist.
Mit diesem Ansatz verschiebt sich der Fokus von „Wie muss ich diese Funktion programmieren?“ zu „Was soll diese Funktion leisten?“. Darin liegt das eigentliche Versprechen von Vibe Coding.
Das bedeutet nicht, dass KI die Softwareentwicklung vollständig ersetzt. Es bedeutet, dass natürliche Sprache zu einer neuen Interaktionsebene für Software werden kann. Dadurch lässt sich eine Idee mit deutlich geringerer technischer Komplexität in eine funktionierende Anwendung verwandeln. In einem KI-App-Builder wie Coderblock kann dieser Prozess von der ersten Idee bis hin zu Datenbank, Authentifizierung, Integrationen und Veröffentlichung der App reichen.


